Medicine

Schaum marsch!

Mithilfe eines seifigen Alkohols lässt sich ein Schaum herstellen, der für die Therapie von Krampfadern und Venenleiden geeignet ist.

Im Jahre 1930 forschte ein deutscher Arzt namens Otto Henschel an verschiedenen Substanzen mit dem Ziel, neue und bessere Injektions-Narkosemittel für die Anästhesie zu entdecken. Leider musste Henschel im Zuge seiner Forschungen feststellen, dass die von ihm gewünschte, narkotisierende Wirkung der umforschten Substanzen meist ausblieb. Vielmehr beobachtete er aber, dass die Venen, in die er besagtes Mittel injiziert hatte, danach so stark gereizt waren, dass sie in Folge binnen weniger Wochen fast vollständig zugrunde gingen und „verschwanden“.

Die Entdeckung entpuppte sich letztendlich als Sensation: Henschel hatte – ohne es beabsichtigt zu haben – die sklerosierende Wirkung des „Alkylpolyglykol-Ethers“ entdeckt, einem Wirkstoff, der bis heute für die Verödung  krankhafter Venen eingesetzt wird. Die daraus erwachsene „Sklerotherapie“ gehört heute zu den am häufigsten eingesetzten Methoden bei der Behandlung von Krampfadern.

1. Was versteht man unter einer Krampfader?

Der Begriff Krampfader wird zumeist recht unscharf verwendet: Generell handelt es sich dabei um krankhaft erweiterte Venen, deren Erkrankungsursache in einer (meist angeborenen) Bindegewebsschwäche liegt. Gemeinhin werden die kleinsten Krampfadern dabei als Besenreiser bezeichnet (wegen ihrer Reisig-artigen Auffächerung), wohingegen man unter Krampfadern im Allgemeinen die Erkrankung größerer Venen versteht. Von Fachleuten werden Krampfadern auch als Varizen, die Krampfadernerkrankung selbst als Varikose, bezeichnet.

m Jahre 1930 forschte ein deutscher Arzt namens Otto Henschel an verschiedenen Substanzen mit dem Ziel, neue und bessere Injektions-Narkosemittel für die Anästhesie zu entdecken. Leider musste Henschel im Zuge seiner Forschungen feststellen, dass die von ihm gewünschte, narkotisierende Wirkung der umforschten Substanzen meist ausblieb. Vielmehr beobachtete er aber, dass die Venen, in die er besagtes Mittel injiziert hatte, danach so stark gereizt waren, dass sie in Folge binnen weniger Wochen fast vollständig zugrunde gingen und „verschwanden“.

Die Entdeckung entpuppte sich letztendlich als Sensation: Henschel hatte – ohne es beabsichtigt zu haben – die sklerosierende Wirkung des „Alkylpolyglykol-Ethers“ entdeckt, einem Wirkstoff, der bis heute für die Verödung  krankhafter Venen eingesetzt wird. Die daraus erwachsene „Sklerotherapie“ gehört heute zu den am häufigsten eingesetzten Methoden bei der Behandlung von Krampfadern.

1. Was versteht man unter einer Krampfader?

Der Begriff Krampfader wird zumeist recht unscharf verwendet: Generell handelt es sich dabei um krankhaft erweiterte Venen, deren Erkrankungsursache in einer (meist angeborenen) Bindegewebsschwäche liegt. Gemeinhin werden die kleinsten Krampfadern dabei als Besenreiser bezeichnet (wegen ihrer Reisig-artigen Auffächerung), wohingegen man unter Krampfadern im Allgemeinen die Erkrankung größerer Venen versteht. Von Fachleuten werden Krampfadern auch als Varizen, die Krampfadernerkrankung selbst als Varikose, bezeichnet.

2. Wie entstehen Krampfadern?

Unsere Venen erfüllen im Körper die Aufgabe, nähr- und sauerstoffarmes Blut aus dem Körper zurück zum Herzen zu transportieren. Gerade im Sitzen oder Stehen ist dies keine leichte Aufgabe, denn das Herz muss das „schwere“ Blut von unten und entgegen der Schwerkraft wieder zurück nach oben transportieren – eine Aufgabe, für die es Unterstützung braucht. Zum einen helfen dabei unsere Muskeln kräftig mit, indem die Venen bei jeder Kontraktion der Muskeln in Flussrichtung „ausgedrückt“ werden. Innerhalb der Venen wiederum befinden sich in regelmäßigen Abständen sog. Venenklappen, die das zurückfließen von Blut nach unten normalerweise verhindern.

Und genau um diese Venenklappen geht es bei der Varikose: Ist das Bindegewebe des Patienten zu schwach, oder die Venenklappen durch ständige Überlastung geschädigt, kann es zum Blutrückfluss nach unten kommen – das Blut sammelt sich in den Beinen an, der Druck in den Venen steigt kontinuierlich und diese sacken infolge aus und erweitern sich. Schlussendlich werden die Venen dann an der Hautoberfläche als Besenreiser oder Krampfadern sichtbar.

3. Welche Folgen können Krampfadern haben?

Der konstant erhöhte Druck im Venensystem des betroffenen Beins kann mitunter drastische Folgen haben: Nebst unschönen, kosmetisch störenden Gefäßausbuchtungen, können Hautentzündungen mit quälendem Juckreiz entstehen – die Haut wird zunehmend dunkler und erscheint bräunlich bis fleckig. In vielen Fällen geht die Erkrankung in eine chronische Venenschwäche über: Venenentzündungen und mitunter sogar ein sog „offenes Bein“ (Ulcus cruris), mit schlecht oder gar nicht heilenden Wunden, können die Folge sein. Rund um die geschädigten Venenklappen können sich Blutgerinnsel (Thrombosen) in den tiefen Beinvenen bilden, die im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie führen können.

4. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Methoden zur Therapie von Krampfadern. Während zu Beginn der Erkrankung eher präventive Maßnahmen im Vordergrund stehen (kaltes Abbrausen, Hochlagern der Beine, Bewegung, „leichte“ Venenmedikamente, Kompressionstherapie) stellt die Entfernung des betroffenen Gefäßes in den meisten Fällen die gemeinsame Endstrecke der Möglichkeiten dar. Je nachdem um welches Gefäß und welche Indikation es sich im Detail handelt, kommen dazu verschiedene Methoden in Betracht, u.a. die chirurgische Entfernung („Stripping“), endovenöse thermische Verfahren oder eben die Sklerotherapie.

Gerade kleine Besenreiser und sog. retikuläre Varizen liegen direkt unter der Hautoberfläche, sind gut sichtbar und störend. Das ist für viele Patienten der Grund, sich behandeln zu lassen.

5. Wie funktioniert das mit der Sklerotherapie?

Mit der endovenösen Sklerotherapie oder Verödung könnena alle Krampfadernformen – von Besenreisern bis zu Stammvenen – ohne Operation oder Narkose behandelt werden. Bei dieser Therapiemethode wird ein Arzneimittel (das Sklerosierungsmittel) in die erweiterten Venen injiziert. Die Zellen der Venenwände reagieren dabei auf das Mittel, so dass die Venenwende miteinander verkleben und die Vene verschlossen wird. Durch körpereigene Umbauprozesse wird die Vene in Folge dann abgebaut und die behandelte Krampfader verschwindet.

Je nach Gefäß arbeitet der Arzt dabei mit einer Flüssigkeit oder mit einem Sklerosierungsschaum. Letzterer wirkt länger auf die Gefäßwand ein, da er das Blut im Gefäß besser verdrängt: Schaum ist daher noch eine Stufe wirksamer als die Flüssigkeit und kommt gerade für größere Gefäße in Betracht.

Nach der deutschen Leitlinie stelllt die Mikro-Sklerotherapie die Behandlungsmethode der Wahl für störende Besenreiser und kleinere Varizen dar. Meist nach nur wenigen Sitzungen kann eine 80-90%ige Besserung erreicht werden.

Der erste Schritt – das Beratungsgespräch

Da häufig mehrere Sitzungen notwendig sind um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die notwendigen Schritte genau zu planen. In einem Aufklärungsgespräch informiert dich dein Arzt über die möglichen Therapieoptionen und auch deren mögliche Folgen und Nebenwirkungen.

Möchtest du es genauer wissen? Wie immer beantworte ich deine Fragen gerne auch hier in einem entsprechenden Kommentar.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: